Samstag, 17. Oktober 2015

Carry-all Pincushion

Unsere Nachbarn bauten im letzten Jahr ihren Dachboden aus um mehr Wohnraum zu schaffen. Dies führte jedoch dazu, dass ihnen sehr viel wertvoller Aufbewahrungsraum verloren ging und drum das grosse Entrümpeln angesagt war. Da ihre Kinder schon ein paar Jahre älter sind als unsere, kamen wir auf diese Weise immer wieder in den Genuss von nicht mehr benötigten Puzzles, Spielen, riesigen Playmobil-Häusern oder gar eines Prinzessinnenkleides. Ich glaube, es war für alle eine Win-Win-Situation: meine Nachbarin freute sich, dass sie die Sachen jemandem geben konnte, der sich darüber freute, und unsere Kinder freuten sich, da sie so Dinge bekamen, die wir sonst vielleicht/wahrscheinlich nicht gekauft hätten.


Lange überlegte ich mir, wie ich mich bei meiner Nachbarin dafür bedanken konnte, dass wir so reich beschenkt wurden. Als ich dann im neuen Buch von Anna Graham 'Handmade Style' (ein tolles Buch mit vielen coolen Projekten) das Carry-All Pincushion sah, wusste ich gleich, dass ich das für sie machen wollte. Denn wie sie mir erzählte, hat sie erst grad kürzlich ihren Nähbereich neu einrichten müssen um eine Nähecke für ihre Tochter zu schaffen. Das tönt doch nach Platzmangel, und Platzmangel = verschwundene Nadelkissen. Zumindest passiert mir das immer mit den normal dimensionierten Nadelkissen. ;-)

Dieses riesige Nadelkissen von Anna war eigentlich schnell genäht. Am längsten aufgehalten habe ich mich natürlich wieder mal bei der Stoffauswahl. Geht das anderen auch so? Da hat man Schubladenweise Stoffe in Fat Quartern, aber man scheut sich doch davor, nur ein kleines Stück aus so einem Fat Quarter für ein kleineres Projekt rauszuschneiden. Dabei könnte man doch dann mit dem Rest die Scrap-Boxen füttern...


Dieses Nadelkissen ist wirklich witzig und wie gesagt, schnell genäht. Und ich bin mir sicher, es wird auch unter längeren Stoffbahnen (meine Nachbarin näht eher Kleider als Patchwork) nicht verschwinden. Ich glaube, ich werde mir bald auch eines nähen müssen....

xx Tina

Samstag, 10. Oktober 2015

Wo ist denn nur der September geblieben?

Unglaublich, es ist schon Oktober! Die Zeit rast, vor allem wenn man vor der Ankunft von Baby Nr. 4 noch möglichst viel erledigen möchte, weil man ja nicht weiss, wieviel Nähzeit einem anschliessend in der Anfangszeit beschieden ist.....
Ende August gab ich deshalb Vollgas bei meinem Vintagequilt, den ich unbedingt fertigstellen wollte. Mehr davon zeige ich euch in meinem nächsten Post.
Danach widmete ich mich wieder voll und ganz den rot-weissen Blöcken des RedSkyatNight Quilt-Alongs. Letzte Woche war es dann soweit: Ich war wieder gleich weit wie Jodi auf ihrem Blog! Weil ich mal sehen wollte, wie denn meine Blöcke so aussehen werden, habe ich sie bei uns in der Garageneinfahrt ausgelegt (ging irgendwie besser zum Fotografieren, auch wenn das Licht miserabel war und es gleich darauf zu nieseln anfing).


Uh-uh. Ich habe die Blöcke ja bewusst nicht mit Unistöffen gearbeitet, sondern wollte sie mit Stoffen aus meinem Stoffvorrat nähen. Doch als sie so nebeneinander lagen, gab es schon sehr starke Unterschiede, vor allem bei den "weissen" Stoffen, die dann teilweise doch eher gelblich aussahen. Mal sehen, wie ich das dann am Ende machen werde. Entweder muss ich alle gelblichen schön gleichmässig zwischen den weiss-weissen Blöcken verteilen, oder ich werde die eher gelblichen Blöcke auf die Rückseite nehmen und so einen reversiblen Quilt machen. Mal sehen.
Und diese Woche bin ich natürlich schon wieder einen Block im Rückstand. Seufz! Was lerne ich daraus? Beim nächsten Quilt-Along darf es nur monatlich einen neuen Block geben, auch wenn dann am Ende der Quilt nicht so gross sein wird wie dieser... *grins*

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche!
xx Tina

Samstag, 22. August 2015

Scrap Basket

Um während der ganzen (ungeliebten) Appliziererei nicht ganz den Verleider zu bekommen, probierte ich dazwischen etwas aus, das in den englischen Blogs wohl als "mindless sewing" bezeichnet würde. Und zwar wagte ich mich an improvisierte "slabs", wie sie im Buch Sunday Morning Quilts beschrieben sind, um daraus das erste Körbchen für meine Stoffreste zu machen.


Ich habe diese Technik vor langer Zeit mal für ein kleines Täschchen ausprobiert und erinnerte mich mit gemischten Gefühlen daran. Aber dieses Mal hat es wirklich Spass gemacht! Angefangen habe ich mit mehreren kleinen Vierecken, um die ich zuerst wie für einen Log Cabin Block Streifen annähte. Natürlich machte ich gleich mal ein Durcheinander in der Reihenfolge, also war ich dann ziemlich schnell beim Improvisieren angelangt. ;-)


Das Vlies nähte ich auch aus Resten zusammen, und für die Stabilität braucht man ja nur den Karton von zwei Müesliboxen: alles in allem ein sehr erfreuliches Projekt. Und die Box sieht doch viel besser aus als die zwar praktischen aber langweiligen Ikea-Boxen, oder?



xx, Tina

Donnerstag, 20. August 2015

Appliqué à gogo

Die letzten Abende verbrachte ich damit, den langweiligen, weissen Fertigvorhang im Mädchenzimmer mit applizierten Schmetterlingen und Blumen aufzupeppen.


Nicht unbedingt das, was ich an der Nähmaschine am liebsten mache, aber über das Endresultat sind wir alle ziemlich glücklich, denn der Vorhang sieht jetzt doch viel netter aus.


Ausserdem konnte ich auf diese Weise dem Wunsch nach einem neuen Vorhang für das neue Prinzessinnenzimmer (unsere Mädchen schlafen neu in einem Zimmer) elegant und preiswert nachkommen.


Und dann wären da immer noch ein paar Appliqué Blöcke vom Mistery Block of the Month von Cotton & Color, die ich noch machen sollte. Vielleicht kann ich mich ja jetzt leichter dafür aufraffen (oder auch nicht....). ;-)

xx, Tina

Mittwoch, 5. August 2015

Vintagequilt

Da ich neben all den kleinen Nähprojekten vor den Ferien auch noch ein Fotoalbum beenden wollte, das ich meinem Mann zum 40sten schenken möchte, mussten die grösseren Quiltprojekte ein bisschen zurückstehen. Kaum aus den Ferien zurück brannte es mir deshalb unter den Nägeln, bei meinen WIPs ein bisschen vorwärts zu machen.


Als erstes zückte ich meinen Vintagequilt, da sowohl die Vorder- wie auch die Rückseite schon seit längerer Zeit vorbereitet sind. Und da ich überzeugt war, in meinem Fundus mindestens auch noch ein Vlies in Twin-Grösse zu haben, dachte ich, hier an einem freien Abend kurzen Prozess machen zu können. Ha ha. Als ich die zwei Packungen Vlies zückte, musste ich feststellen, dass ich beide Packungen offenbar für andere Projekte bereits einmal geöffnet und zerschnitten hatte. Da die Reste in beiden Paketen aber so gross waren, widerstrebte es mir, für meinen Quilt bereits die neue Vliesrolle zu öffnen. Deshalb verbrachte ich den Abend damit, die Vliesreste zusammenzustückeln und mit BattingTape zusammenzukleben.


Es ging genau auf, und so habe ich nun zwei angefangene Vlies-Packungen weniger und einen vorbereiteten Quilt mehr in meinem Fundus. (Ich hab ihn dann am nächsten Morgen geheftet. Gähn.)

Und da ich dieses Quilttop noch nie in seiner ganzen Grösse gezeigt habe - here it is:


Er ist so gross, dass ich ihn kaum fotografieren konnte....

Jetzt brauche ich nur noch eine Inspiration, wie ich ihn quilten soll (simples stippling? straight lines? oder was ganz Neues? hätte ja genügend Bücher zu diesem Thema....) - und einen freien Nähtisch! Unglaublich, was sich da wieder alles angesammelt hat. Geht euch das auch so, ist das Nähzimmer auch der Ablageort für alle Sachen, die man "mal eben schnell" auf die Seite räumen möchte?

xx Tina

Donnerstag, 30. Juli 2015

Nackenkissen für Liegestuhl

Letztes Jahr im Juli waren wir ebenfalls in Frankreich zelten - gleicher Ort, gleicher Stellplatz: no surprises here. Und während unseres 14-tägigen Aufenthaltes bekamen wir Besuch von meinen Eltern, die ebenfalls mit dem Zelt angereist waren.
Ich bin ja ein grosser Fan von Zeltferien in Frankreich und gehe sogar soweit, sie als die einzig wahren und wirklich erholsamen Ferien zu bezeichnen. Doch stellte sich für mich jedes Jahr das gleiche Problem: wo kann ich mich in der Mittagspause erholen? Im Zelt ist es zu heiss, die Hängematte durch Ehemann oder Kinder besetzt, und der Boden doch irgendwie "zu flach". Da meine Mutter ein ähnliches Problem hatte, erstanden wir letztes Jahr im lokalen Supermarkt für jede von uns einen Liegestuhl, der nur für die Mittagspause gedacht war. Die Lösung war perfekt, zwei glückliche und erholte Frauen am Nachmittag: da profitierten alle davon. :-) Das einzige, was den Liegestuhl noch bequemer machen würde, so waren wir einer Meinung, wäre ein Nackenkissen. Da ich zur Zeit die aktivere Näherin von uns beiden bin, bot ich an, bis zu den nächsten Zeltferien, sprich dieses Jahr, für uns solche Nackenkissen zu nähen. Also ein Nähauftrag mit einer Produktionszeit von einem Jahr sozusagen. Und ihr erratet sicher, wann ich mich an die Arbeit machte? Genau: eine Woche vor der Abreise nach Frankreich!


Die Liegestühle haben so eine schöne giftgrüngelbe Farbe. Und in meiner Restekiste habe ich viele Stoffreste, die farblich dazu passen. Aber es reichte natürlich nur für eine Nackenrolle.


Sie ist sehr bequem und individuell höhenverstellbar. Natürlich schenkte ich sie meiner Mutter. Für mich werde ich dann demnächst, aber allerspätestens nächsten Juni, auch eine nähen. Dieses Jahr musste das Nackenkissen von unserer Gartenliege herhalten. Was natürlich auch bequem war, aber nie so stylish....

xx Tina

Montag, 27. Juli 2015

Meine erste Sew Together Bag

Ende Juni feierte meine Mutter einen runden Geburtstag. Ich wusste schon längst, was ich ihr  schenken wollte. Aber wie immer haperte es etwas an der rechtzeitigen Umsetzung der Ideen....
Ich habe nämlich schon vor sehr langer Zeit das Pattern für die Sew Together Bag von Sew Demented erworben, nachdem eine Zeit lang auf allen Blogs, die ich lese, neue Versionen von diesem coolen Täschchen aufgetaucht sind.


Das Pattern selbst ist aber nicht ganz einfach geschrieben, natürlich auf englisch, und hat nur einige wenige, nicht sehr aussagekräftige Grafiken und keine Bilder, die einem helfen würden, die Anleitung besser zu verstehen. Im Frühling stiess ich dann zufällig auf einen deutschen SewAlong (gmachtinoberbayern.blogspot.com), der in fünf Tagen sehr gut verständlich und mit vielen Bildern untermalt erklärte, was denn nun bei welchem Schritt zu tun ist.


Da diese Tasche doch eher viele Reissverschlüsse benötigt, und ich diese Adresse sowieso schon längst mal austesten wollte, bestellt ich bei Zipit ein Sortiment von 50 Reissverschlüssen, in der Hoffnung, dass ich schon ein paar passende Reissverschlüsse zu meiner Stoffwahl finden würde.
Zu meiner grossen Erleichterung kam innert kürzester Zeit dieses fröhliche Paket aus Amerika hier an


so dass ich mich gleich an die Nähmaschine setzen konnte.

Und wirklich: mit dieser super bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitung, war das Ganze dann überhaupt nicht mehr schwierig (nun ja, an einigen Stellen vielleicht doch etwas kniffelig), so dass ich meine erste Sew Together Bag innert kürzester Zeit zusammengenäht hatte! Ich sage "erste", denn: nach der STB ist vor der STB. ;-) Und auch mein sechsjähriger Sohn hat schon Interesse an so einem praktischen Täschchen angemeldet und gleich auch noch Verbesserungsvorschläge gemacht (z.B. Gürtelschlaufen, um sie vorne am Gürtel anmachen zu können...) Brauche ich nur noch ein paar freie Abende; Stoffe und Reissverschlüsse habe ich ja jetzt en masse....

xx Tina